Meine Arbeitsweise
Im Mittelpunkt meiner traumasensiblen psychotherapeutischen Arbeit steht der Mensch in seiner Gesamtheit. Ich arbeite nicht ausschließlich problem- oder symptomorientiert. Ziel der Therapie ist nicht nur die Linderung von Symptomen, sondern ein vertieftes Selbstverständnis, mehr innere Orientierung und eine tragfähige Verbindung zu sich selbst.
Wie ich arbeite
Meine Arbeit verbindet Gespräch, Körperwahrnehmung und achtsame Begleitung im therapeutischen Kontakt. Viele innere Spannungen entstehen aus früheren Beziehungserfahrungen und zeigen sich im Nervensystem, im Körper und in unseren Beziehungsmustern. In der Therapie geht es darum, diese Prozesse wahrzunehmen, zu verstehen und neue Erfahrungen von innerer Sicherheit, Selbstkontakt und Regulation zu ermöglichen.
Themen, mit denen Menschen häufig zu mir kommen
Beziehung und Bindung
• Bindungserfahrungen und Bindungstrauma
• Beziehungsfragen und familiäre Dynamiken
• Trennung, Abschied und Neuorientierung
Innere Belastung und Lebenskrisen
• Ängste, Sorgen und innere Unruhe
• kreisende Gedanken und anhaltende innere Anspannung
• Lebensübergänge und Anpassung an neue Lebenssituationen
• Sinn- und Lebenskrisen sowie Trauerprozesse
Körper und Nervensystem
• psychosomatische Beschwerden (begleitend zu medizinischer Behandlung)
• Schwierigkeiten mit Schlaf oder Essverhalten
• Phasen innerer Erschöpfung oder Stagnation
Sensibilität und innere Entwicklung
• Hochsensibilität
• ADHS im Erwachsenenalter
• Arbeit mit frühen inneren Erfahrungen und inneren Anteilen
• Träume als Zugang zu inneren Prozessen Existenzielle und spirituelle Themen
Manche Menschen bringen auch Fragen nach Sinn, Orientierung oder innerer Verbundenheit mit in die Therapie. Solche existenziellen oder spirituellen Themen können – wenn sie im Prozess auftauchen – behutsam und geerdet in die therapeutische Arbeit integriert werden.
Mögliche Wirkungen der Therapie
• vertieftes Selbstverständnis und differenzierte Selbstwahrnehmung
• Zugang zu eigenen Ressourcen und Entwicklungspotenzialen
• mehr innere Klarheit und Selbstbestimmung
• bessere Selbstregulation und erhöhte Resilienz
• stimmigerer Umgang mit Nähe, Beziehung und Bindung
Therapiemethoden
In meiner Arbeit verbinde ich Gestalttherapie, transpersonale Psychotherapie und Gesprächstherapie. Diese Methoden bilden den fachlichen Rahmen – ich arbeite jedoch nicht nach einem festen Konzept, sondern prozessorientiert: Entscheidend ist, was sich im gemeinsamen Kontakt zeigt und was in Ihrem Tempo integriert werden kann. Meine therapeutische Haltung ist dabei durchgehend traumasensibel geprägt.
Gestalttherapie
Die Gestalttherapie bildet eine tragende Grundlage meiner Arbeit. Sie versteht den Menschen als lebendiges Ganzes – Körper, Gefühl, Denken und Beziehung sind untrennbar miteinander verbunden. Im Mittelpunkt steht das Erleben im Hier und Jetzt. Dabei geht es nicht um „richtiges Denken“, sondern um erfahrbare Wahrnehmung: feine Impulse, Körperreaktionen, innere Spannungen, widersprüchliche Gefühle und das, was im Kontakt zwischen uns entsteht.
Ein zentraler Fokus liegt auf dem, was im Kontakt sichtbar wird – und auf dem, was ihn unterbricht. Solche Kontaktunterbrechungen zeigen sich oft als Rückzug, Erstarrung, Übererregung,Anpassung oder innere Leere. Wenn diese Dynamiken im sicheren Rahmen wahrgenommen werden können, entsteht neue Wahlfreiheit. Daraus wächst Schritt für Schritt die Fähigkeit zur Selbstbindung: mit sich selbst verbunden zu bleiben – auch in Beziehung.
Traumasensibles Arbeiten
Traumasensibles Arbeiten bedeutet, innere Prozesse weder zu beschleunigen noch zu überfordern. Orientierung, Wahlmöglichkeiten und ein achtsamer Umgang mit Grenzen stehen im Vordergrund. Stabilität und Selbstregulation haben Vorrang vor Konfrontation. Entwicklung geschieht in einem Tempo, das Integration ermöglicht – körperlich, emotional und relational.
Transpersonale Gestalttherapie
Die transpersonale Gestalttherapie erweitert diese Arbeit um existenzielle und spirituelle Dimensionen, insbesondere in Krisen- oder Umbruchsituationen. Sie kann unterstützen, Erfahrungen in einen größeren Zusammenhang einzuordnen, innere Werte zu klären und gewohnte Verhaltensweisen zu reflektieren. Auch intensive oder widersprüchliche Gefühle finden hier Raum und können in ihrem Entwicklungspotenzial verstanden werden.
In einzelnen Prozessen können zudem innere Bilder oder Erfahrungen auftauchen, die über die persönliche Biografie hinausweisen und als Erinnerungen an frühere Leben erlebt werden. Auch solche Erfahrungen werden achtsam und ohne Deutungshoheit in den therapeutischen Prozess integriert – sofern sie für die aktuelle Klärung und Entwicklung bedeutsam sind.
Gesprächstherapie
Die Gesprächstherapie bildet eine weitere tragende Basis meiner Arbeit. Sie basiert auf einem humanistischen Menschenbild und stellt die therapeutische Beziehung in den Mittelpunkt. Im geschützten Dialog entsteht ein Raum, in dem auch Unausgesprochenes, Zögerndes oder Widersprüchliches Platz haben darf. Durch echtes Zuhören, differenziertes Spiegeln und gemeinsames Erkunden kann sich das eigene Erleben vertiefen und neu ordnen.
Sie bestimmen die Inhalte der Gespräche selbst. Ich begleite Sie dabei präsent, klar und gleichwürdig – nicht als Instanz „über“ Ihnen, sondern als Resonanzraum. Oft entsteht Veränderung nicht durch Analyse, sondern durch das Erfahren, im eigenen Prozess gehalten und verstanden zu werden.
Ergänzende Methoden
Je nach Prozess beziehe ich Elemente aus der Körperarbeit und der Aufstellungsarbeit mit ein. Ergänzend können Aspekte der Zen-Praxis einfließen – insbesondere die Schulung von Präsenz, Atemwahrnehmung und nicht-wertendem Gewahrsein. Diese Praxis unterstützt die Fähigkeit, innere Prozesse klarer wahrzunehmen und in Kontakt mit dem gegenwärtigen Erleben zu bleiben.Auch Elemente aus der Bonding-Arbeit können einbezogen werden, wenn Bindungsdynamiken, frühe Beziehungserfahrungen oder Themen von Nähe und Distanz im Vordergrund stehen. Dabei steht nicht die Methode im Mittelpunkt, sondern der sichere Rahmen, in dem emotionale Erfahrungen integriert werden können. Alle ergänzenden Zugänge werden achtsam, traumasensibel und orientiert am individuellen Prozess angewendet. Auch transgenerationale Prägungen können berücksichtigt werden, wenn sie sich im therapeutischen Verlauf zeigen.
„Neurotisches Verhalten ist eine gesunde Reaktion des Organismus auf ein krankmachendes Umfeld"
- Fritz Perls -
Praxis
Die Therapie findet in meinen Räumlichkeiten in Hamburg Volksdorf statt. Nach Absprache biete ich auch Online-Gespräche und Beratung per Telefon an. Alle Gespräche unterliegen der therapeutischen Schweigepflicht.
Preise
Einzelsitzungen 100 Euro, Dauer 60 Minuten
Paarsitzungen 150 Euro, Dauer 70 bis 90 Minuten
Für Schülerinnen / Auszubildende oder Menschen mit geringem Einkommen sind Sonderregelungen möglich. Bitte sprechen Sie mich an.
Meine Praxis ist eine Privat-bzw. Selbstzahlerpraxis.
Die Kosten für die Therapie werden in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen
